Raspberry Pi 2 Retrogaming Box

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Jetzt eure Spiele-Vorschläge zur nächsten Sendung "RetroVision - Plug & Play #81" für Freitagagabend, den 23.11.2018 - 21:00 Uhr abgeben.

  • Raspberry Pi 2 Retrogaming Box

    Da im Chat während des letzten Paralax-Retro-Treffens noch weitere Infos zu der Retrogaming Box angefordert wurden, hier noch einmal Bilder und einige Erläuterungen:

    Kern der Box ist ein Raspberry Pi 2. Ich hatte vor einiger Zeit mal den Raspberry Pi 1 getestet, aber der war und ist einfach zu langsam. Der Pi 2 dagegen läuft nicht nur als Kodi-Mediacenter (auch bei H264-HD-Videos) schnell genug; er ist auch ausreichend fit für die Emulation aller 8- und 16-Bit-Konsolen, vieler Arcade-Titel und mit leichter Übertaktung auch für PSX. Für das N64 soll die Performance auch reichen, das habe ich aber nicht selbst ausprobiert. Wie es mit den Homecomputern (C64, Amiga, ST) aussieht kann ich auch nicht sagen, denn da mache ich die Emulation am liebsten am Schreibtisch per PC (wegen Tastatur und Maus und so); und die Box ist speziell für den Wohnzimmer-Fernseher gedacht.

    Die Anschlüsse auf der Rückseite (mithilfe von Neutrik-Buchsen) sind Strom (per USB-Anschluss), Hdmi sowie ein USB-Port für Tastatur, WiFi oder wasauchimmer. Daneben befindet sich noch ein Reset- bzw. Einschalt-Knopf (Wie DJ Paralax richtig erkannt hat: es handelt sich eigentlich um einen Klingelknopf :-). Da das Kästchen über keinerlei Öffnungen verfügt, habe ich vorsichtshalber Kühlkörper auf den Pi geklebt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt notwendig ist. Benutzt man ein normales Raspberry Pi-Gehäuse und übertaktet nicht extrem, halte ich solche Kühlkörper auf jeden Fall nicht für nötig.
    Der Clou der Box sind die direkt mit der GPIO-Leiste verkabelten D-Sub-Buchsen zum Anschluss von NeoGeo-Arcade-Sticks. Man kann aber natürlich auch USB-Game-Controller (z. B. Xbox360-Pads verkabelt oder wireless per USB-Dongle) oder mit einem Bluetooth-Dongle auch PS4-Pads benutzen.
    Als Software werkelt "Recalbox" auf dem Raspberry Pi 2. Es ist recht benutzerfreundlich und erfordert weniger Frickelei als Retro Pie. Man muss einmal die Controller richtig einstellen (mit einem Buttonlayout wie bei einem Super Nintendo-Joypad) und für alle von Recalbox unterstützten Emus sind die Knöpfe direkt richtig konfiguriert. Mithilfe der Festlegung eines Hotbuttons kann man das Menü und verschiedene Emulator-Funktionen komplett mit den Game Controllern steuern (z. B. Hotbutton + Start = zurück zum Menü). Bei den NeoGeo-Sticks habe ich Select als Hotbutton eingestellt. Da alle Funktionen immer durch den Hotbutton in Kombination mit einem weiteren Button ausgeführt werden, funktioniert der Select-Knopf alleine auch einwandfrei als Insert-Coin-Button bei Arcade-Spielen oder als Select-Button bei NES/SNES-Games.
    Je nach persönlicher Präferenz ist allerdings trotzdem noch etwas Handarbeit an der Recalbox-Config-Datei vonnöten, da man bei einigen Konsolen die Wahl zwischen mehreren Emulatoren hat. Ich benutze folgende vom Standard abweichende Einstellungen:
    system.language=de_DE
    system.kblayout=de
    snes.core=snes9x_next
    gb.core=tgbdual
    neogeo.emulator=libretro
    neogeo.core=fba

    Wenn man die beste und modernste Konsolen- & Arcade-Emulation will, kommt man an der aktuellen Version von MAME/MESS und dem Besitz eines einigermaßen aktuellen PC nicht vorbei; dafür ist der Raspberry Pi 2 dann doch nicht schnell genug. Aber für den preisgünstigen und benutzerfreundlichen Quick Fix, wenn man mal Zwischendurch Bock auf ein Retrospielchen hat, ist er definitiv eine Anschaffung wert. Der Pi 2 kostet ca. 40 Euro, dazu noch je 10 Euro für ein Netzteil und eine 32GB-SD-Karte. Die Neutrik-Buchsen haben dann nochmal um die 15 Euro gekostet iirc. Die Box ist ein einfaches Holzkästchen, das mit schwarzer Folie beklebt wurde.
    In Aktion kann man das Kästchen im Mitschnitt des letzten Retrotreffens begutachten.
    Bilder
    • Recalbox_1.jpg

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    • Recalbox_2.jpg

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    • Recalbox_3.jpg

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    • Recalbox_4.jpg

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    "The only winning move is not to play." (Joshua)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Competition Pro ()

  • Hi.
    Ich hatte im Chat auch mehrmals danach gefragt.
    Ich fands sehr übersichtlich und zum zocken sehr geil.
    Dachte erst das wäre ne umgebaute Konsole.
    Ich danke Dir für die ausführlichen Infos.
    Das ist doch mal eine Geschenkidee. Weiß sonst nicht was ich mir wünschen soll. Retro ist eben immer gut.
    Also vielen Dank das Du die Infos hier nachgeholt hast.
    Amiga würde mich schon interessieren wie es auf dem Raspberry Pi2 läuft.
    Habe direkt noch zwei Kollegen die sich auch für den Raspberry interessieren.
    Ich find das Ding saucool.

    Gruß
    CZ-Tunes
    Was ist das? Blaues Licht! Und was macht es? Es leuchtet blau!

  • Competition Pro schrieb:

    (Wie DJ Paralax richtig erkannt hat:

    Bitte nicht mehr "DJ", die Zeiten sind lange vorbei. ;) Ansonsten toller Beitrag. Danke dafür! :thumbup:
    Erstaunlich welche Ideen Du für solche Designanfertigungen hast und wieviel Zeit darin investiert wird.
    Ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von PARALAX ()

  • Recallbox ist sehr zu empfehlen. Sehr einfach.
    Leider ist da kein Amiga oder C64 bei.
    Dafür wäre Retropie interessant.
    Leider bekomme ich da keine Verbindung zum PC. Warum auch immer.
    Bei Recalbox kein Problem. Kabel angeschlossen, IP eingegeben und fertig.
    Bei Retropie kriege ich das irgendwie nicht hin.
    Hat da einer nen Tip oder Erfahrung mit?

    Lieben Gruß
    CZ-Tunes
    Was ist das? Blaues Licht! Und was macht es? Es leuchtet blau!

  • Alles klar. Hat sich erledigt.
    Mein EIZI hat das Problem gelöst.
    Gott sei Dank hat man ein Eis oder EIZ oder wie auch immer.

    Lieben eizigen Gruß
    Eizi Tunes ähhhh CZ-Tunes ;)
    Was ist das? Blaues Licht! Und was macht es? Es leuchtet blau!

  • Hey, tolle Teile. Glückwunsch. Sieht gut aus. So DIY-Projekte machen mir immer mehr Spass beim Bauen wie beim Nutzen.
    Mein X-Arcade steht hier schon länger ungenutzt rum. Wenn die RaspberryPi-Projekte mal von der Hard-und Software bis zur Dreamcast hoch alles können, werde mich auch mal an sowas machen - vorher bleibe ich lieber bei Originalhardware.

    Nur der Komplettheit halber (und falls ihr gerne mal was neues ausprobiert):
    Die Retropialternative Lakka für den Pi und PC ist auch ganz nett. Vor allem wenn man Playstationkonsolen gewohnt ist. Die ist vom Libretroteam direkt.
    Gibts als Linux-AllinOne für den Pi und unter dem Namen Retroarchfür Windows. Nutzt natürlich die Libretro-Kerne.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Starwisp ()

  • Die Raspberry Pi 2 Retrogaming Box ist tot - lang lebe die Raspberry Pi 2 Retrogaming V2.0 2-Player-Deluxe-Edition!!

    In diesem 2-Player-American-Style-Arcade-Stick befindet sich ein IPac zum Anschluss an einen PC für's Zocken mit Mame und ein Raspberry Pi 2 zum direkten Anschluss des Sticks an einen Fernseher. Alle Teile und Anschlüsse der vormaligen Retrogaming Box sind nun hier verbaut. Ansonsten habe ich nur Teile verwendet, die ich sowieso noch zu hause hatte (vom Holz mal abgesehen), deswegen handelt es sich bei dem IPac-Keyboard-Encoder um so ein großes Uralt-Teil.
    Recalbox hat sich übrigens ordentlich weiterentwickelt: man kann alle Emulatoreinstellungen nun über das Menü erledigen und es sind auch viele Systeme neu dazu gekommen, C64 und Amiga fehlen allerdings immer noch.
    Bilder
    • HappPi2Box1.jpg

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    • HappPi2Box4.jpg

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    "The only winning move is not to play." (Joshua)
  • Competition Pro schrieb:

    ........Es ist recht benutzerfreundlich und erfordert weniger Frickelei als Retro Pie......
    Da muss ich dir vollkommen wieder sprechen.
    Das "alte" Retropie hatte zugegebener Massen seine "Einstellschwächen".
    Aber die neueren Versionen sind vom Conifigurationsumfang und derer Bedienerfreundlichkeit selbsterklärend und plug and play, wenn man bei einem DIY "Computer" überhaupt von sowas sprechen kann.
    Ich habe beide getestet und kann sagen das sich die Varianten nur von der anzahl der unterstützten Emus unterscheiden, mehr auch nicht.
    Es gibt sogar für beide die selben "Menüskins", so das man die Dinger im Grunde nur noch beim Booten und im Config Menü von einander unterscheiden kann.
    Ich für mein Teil bin aber beim Retropie hängengeblieben da dort C64 und Amiga laufen.
    Ich habe zur Zeit auch eine "Neue" Retrokiste in der Mache. -klick mich-
  • ich wusste nicht, ob ich extra nen thread aufmachen soll, deshalb schreib ich lieber hier......

    Habe mir auf den Pi3 Retropie drauf geworfen, nun fällt mir auf, das besonderst bei dem mame und neo geo die hälfte der Roms nicht läuft,
    hätte da schon gern ein paar sachen zum laufen gekriegt, besonderst wenn die files etwas größer werden z.b Metal Slug auf Mame macht er dicke
    backen. Kleinere Kult sachen wie z.b Pifall II oder Ghostn Goblins laufen ohne probleme.

    Playstation gibt es auch ein paar dateien die ich nicht zum laufen bekomme

    Hab schon google befragt, leider gibt es da wenig einträge, vielleicht kann mir jemand ein Deutsches Forum Empfehlen gerade für den Raspberry als Retropie.
    gruss wilcomb
  • Das hat nichts mit der Größe der roms zu tun; wenn es nicht läuft, sind es die falschen roms.
    Du brauchst rom-Dateien, die exakt zur Version des benutzten Emulators passen. Bei NeoGeo-Spielen brauchst du außerdem noch das passende bios-rom neogeo.zip.
    Mame solltest du auf dem Pi nicht benutzen, das ist eine asbach-uralte Version, 15 Jahre oder so alt. Nimm für Arcade-Spiele am besten Final Burn Alpha, kucke genau, was Retropie davon für eine Version benutzt und mache dich auf die Suche nach rom-Dateien für genau diese Version.
    "The only winning move is not to play." (Joshua)