Turrican - Orchestral Selections

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    Samstag, 16.12.2017 ab 19:00 Uhr: RetroVision - Plug & Play #69 - Christmas Edition mit großer Weihnachtsverlosung und tollen Preisen. Weitere Infos gibt es hier.
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    • Turrican - Orchestral Selections

      Seit gestern gibt es ein neues Kickstarter-Projekt von Chris Huelsbeck für ein weiteres Turrican Orchester-Album, welches die besten Stücke aus allen drei Teilen enthalten soll. Ursprünglich sollte es bei dem zuletzt veröffentlichten "Turrican II: The Final Fight - The Orchester Album" bleiben doch aufgrund des großen Erfolges wurden diese Pläne kurzerhand geändert. Neben weiteren bekannten Stücken aus allen drei Turrican-Teilen sollen von Chris auch neue Stücke im Original Amiga TFMX-Sound produziert werden wie sie für ein fiktives Turrican 4 zum Einsatz hätten kommen können - bei eintsprechenden Stretch Goal sogar auf CD. Das Finanzierungsziel ist dabei auf 40.450 $ angesetzt, welche bis Sonntag, den 18. Juni 2017 zusammen kommen müssen.

      Weitere Infos und den entsprechenden Trailer gibt es hier:

      kickstarter.com/projects/chris…elections-new-amiga-album

      Ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand.
    • Danke, aber nein danke. Ich habe lediglich Interesse an dem Turrican 4-TFMX-Album, aber dafür backe ich nicht das Orchester-Album mit. Chris sollte lieber seine anderen Amiga-Tracks als Chiptune oder Anthology veröffentlichen. Die Orchester-Schiene ist für mich persönlich uninteressant. Aber wer's mag soll natürlich gerne einsteigen.
      "The only winning move is not to play." (Joshua)
    • Competition Pro schrieb:

      Danke, aber nein danke. Ich habe lediglich Interesse an dem Turrican 4-TFMX-Album, aber dafür backe ich nicht das Orchester-Album mit. Chris sollte lieber seine anderen Amiga-Tracks als Chiptune oder Anthology veröffentlichen. Die Orchester-Schiene ist für mich persönlich uninteressant. Aber wer's mag soll natürlich gerne einsteigen.
      Ja, genau so geht's mir auch.
      Leider hat das Chris nicht eingesehen... :(
      (Vielleicht sollte man ihm klarmachen, dass kleine Beträge (nur für das Bonus-Album) besser sind, als keine Beiträge (weil mir $45 zu viel sind). ;) )
    • Mir persönlich missfällt es das jetzt schon zum dritten mal ein Turrican-Projekt über Kickstarter finanziert wird, als ob es nichts anderes musikalisch wertvolles von Chris gegeben hätte (und davon gibt es noch eine ganze Menge Sachen wie z.B. "Danger Freak" oder "Duldedo Cogitations"). Gewiss ist und bleibt es sein bisher erfolgreichstes Projekt aber so langsam wirkt es auf mich wie Geldmacherei und eine Art Lebensversicherung für künftige Projekte anderer Art. Zudem finde ich es schade das es zwar die Möglichkeit einer Vergünstigung für Nicht-Besitzer der "Turrican II - The Orchester Album" gibt, nicht aber umgekehrt denn mich hätte die neue CD ja durchaus interessiert, allerdings nicht für zu dem Preis. Selbst 30$ für die CD und der digitalen Version der neuen TFMX-Songs finde ich noch zuviel. Da kaufe ich mir die CD sofern sie produziert wird lieber später denn bekannterweise bleiben ja immer eine ganze Menge übrig, obwohl es auf Kickstarter stets anders angegeben wird.

      Ich unterstütze Chris nach wie vor sehr gerne, deswegen ja auch die News. Trotzdem bin ich und viele andere Fans mittlerweile ein wenig enttäuscht das es jetzt nur noch "Turrican" und nichts wirklich Neues wie z.B. einen neuen Soundtrack zu Spielen wie "Uncharted" gibt.
      Ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von PARALAX ()

    • Es gibt etwas, was mich persoenlich generell an den ganzen Orchester-Versionen stoert. Dies mag meine persoenliche Sichtweise sein, vielleicht tue ich den Machern unrecht, aber was fuer mich einfach immer irgendwie bei dem ganzen Orchester-Kram gefuehlt mitschwingt, ist so ein unterschwelliger Drang, den Menschen zu zeigen, dass Computerspiel-Musik mehr ist, als nur simples Gepiepse usw. Und womit koennte man das natuerlich besser tun, als mit einem klassischen Orchester-Arrangement? Auch die ganzen Klavier-Versionen haben fuer mich einen aehnlichen Aspekt. Mich reizt das alles irgendwie ueberhaupt nicht. Ich hoere mir die Musik lieber im Original an, da klingt sie meist am besten. Und da kann ich sie auch voll und ganz wertschaetzen, denn die Musik IST bereits gut, da muss mich nicht erst ein Orchester davon ueberzeugen. Zumal man prinzipiell auch wirklich jedes Lied fuer ein klassisches Orchester arrangieren kann, das wuerde selbst mit DJ Oetzi - "Ein Stern" funktionieren.

      Ich wuerde mal gerne wissen, ob das einige hier auch so sehen. Klar, wem der Orchester- oder Klavier-Sound gefaellt, der soll sich das ruhig anhoeren und ich moechte das auch sicherlich keinem schlechtreden. Auch kann ich mir natuerlich vorstellen, dass der Komponist einen gewissen Reiz darin sieht, seine Musik mal von einem Orchester vertonen zu lassen. Aber ich bevorzuge einfach den Originalsound und empfinde das immer ein wenig als "belehrend" (wie oben beschrieben), keine Ahnung wie ich das genau in Worte fassen soll.
    • Ich denke es gibt solche und solche Fans. Für mich persönlich wäre kein Remix und keine Orchester-Version etwas Brauchbares ohne das jeweilige Original zu kennen. Sicher gibt es auch Ausnahmen, wenn man das jeweilige Spiel zur damaligen Zeit nicht besessen hat oder schlicht und einfach nicht kannte. Mir fallen da z.B. Spiele wie "Bad Cat" ein, die ohnehin keinen großen Erfolg hatten. Fairerweise muß man sagen das es bei "Turrican" immernoch um einen der besten Soundtracks geht, die jemals in der Spielebranche erschaffen wurden. Entscheident sind für mich vor einer finanziellen Unterstützung die jeweilige Komposition und die Kenntnisse der Originalversion. Nach meinen Erfahrungen ist das Hören von Chiptunes im Alltag durch seine technisch bedingten Einschränkungen auf Dauer weitaus anstrengender als ein Remix oder Orchester-Version, die zwar immernoch die jeweilige Melodie, jedoch ein weitaus breiteres und ohrentaugliches Klangbild abgibt. Im Übrigen ist das auch der Grund, weshalb wir so gut wie keine Chiptunes in der 24Std. Playlist haben, diese aber jederzeit in Livesendungen gespielt werden können.

      Aber es wäre in der Tat mal interessant auch andere Stimmen dazu zu hören denn ich finde das schon einen wichtigen Aspekt für künftige Projekte dieser Art.
      Ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand.

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    • Ich habe diesmal Chris auch meinen Unmut per Mail geäußert, schon wieder Turrican und nicht mal was neues. Vor Symphonic Shades fand ich war Number Nine das beste Album von ihm und höre es auch heute noch gerne. Einfach neue Sachen zu schreiben müßte für ihn auch möglich sein. Light at the End of the Tunnel war doch ein grandioses Orchesterstück. Wenn schon Orchester, warum nicht so etwas?

      Ich höre mir die Turrican Anthology Sachen öfters an, das Piano Album gar nicht, benutze ausschließlich einige wenige Easy Noten für den Unterricht und das Orchesteralbum stellt mich auch nicht zufrieden.
      Und das liegt nicht daran, dass es für andere Instrumente umgesetzt wurde, sondern dass es meine persönliche Geschmacksnote nicht trifft.
      Ich liebe Elektromusik, genauso Klavier und Orchestermusik. Aber Patricks Interpretation (ich habe vor Patrick meine allerhöchste Hochachtung und das soll er bitte nicht missverstehen) treffen genau meinen Musikgeschmack nicht. Es steckt mir zuviel Blues, Fahrstuhlmusik - whatever. Das ist genau sein Ding, und das kann er gut - aber leider nicht meins, und evtl. Zehas nicht.
      Ebenso klingen die Orchesterfassungen. Man höre sich doch mal Desert Rocks an. Es klingt, als wenn eine Highschool Band vor einem Football Spiel Musik macht. Das hat keine Identifikation mit meinen Erlebnissen mit dem Spiel. Great Bath klingt zwar gut, aber es ist komplett anders, als das Original. Das es auch anders geht beweist z.B das Concerto for Laser... und auch einige andere Passagen klingen gar nicht mal so schlecht. Trotzdem ist das Hörerlebnis für mich ganz anders - etwas entfremdet, als es noch mit Symphonic Shades der Fall war. Ich verstehe nicht, wieso man die Qualität von Shades nicht auch auf Turrican übertragen konnte.
      Diese Power, die eigentlich Actionspiele im Hintergrund darbieten haben diese Bearbeitungen nicht. Sie klingen oft gleich, mehr modern und experimentierfreudig als es einfach zu gestalten. Für mich sind kleine Verändernungen oft schon zuviel des Guten.


      Um auf Zehas Argument der Belehrung jetzt mal einzugehen.
      Ich habe die Turrican Suite für 2 Klaviere arrangiert, weil ich diese Art von Musik mag, auf dem Klavier gibts ja eigentlich nix, was man nicht spielen kann. Und wenn man schon Klavier spielt, warum dann auch nicht Musik, die einem gefällt. Als sie dann fertig war und ich mir vorgenommen habe das ganze aufzuführen war ich auch gespannt, wie die Zuschauer auf diese Musik reagieren würden. Für mich war es Ziel, diese Musik der Öffentlichkeit zu präsentieren, , nach dem Motto, Bach und Beethoven sind schon ganz coole, und wie findet ihr Hülsbeck?. So kam auch das zweite Konzert zu stande. Völlig unzufrieden mit den Arrangements im Internet habe ich meine eigenen kreiiert und wenns einem gefällt so soll (was mich sehr freuen würde) man diese gerne privat spielen.

      Und so schön Elektromusik in der eigenen Bude klingt, bei einem Konzert stellt sich ein anderes AHA Erlebnis ein. Symphonic Shades habe ich damals live gehört und es war klasse. Im Februar habe ich im TV ein Spielekonzert mitgehört(nicht das erste Mal) - und es war langweilig. Diese Bearbeitungen leben für den Live Moment - und da wirken sie. Ich kann mir schon vorstellen, das gute Orchestrierungen im Konzert bombastisch wirken. Und auch wenn ich mir ein Werk tausend mal auf CD anhören kann, so klingt es live einfach anders.

      Und dafür sind solche Arrangements gedacht und gemacht. Musik live zu erleben ist ein großartiges Erlebnis. In dem Moment, wo ein Ton erzeugt wird geht einem das Herz auf.


      Leider macht der Gebrauch, Musik andauernd hören zu können diesen Effekt ein wenig zu nichte.
      Ja, mit Orchester kann man alles spielen und ein gutes Orchester live zu hören ist ein Erlebnis - wie heißt es bei Anstoss so schön - ZEIGT DER DORFKAPELLE WAS EIN RICHTIGES SINFONIEORCHESTER IST. Wagner privat in Ruhe zu hören ist auch eher anstrengend, aber live ist man bestimmt ergriffen.

      Und das hatte Chris vor 10 Jahren, dann mit Turrican und Apidya(meine Glückwunsch dazu) auch, und dann wars aber auch gut. Belehren will er damit nicht, er schwimmt da gerade auf einer Erfolgswelle(was mich wiederum sehr freut) und das nimmt er einfach gerne mit.
      Das es viele schon seit langer Zeit auch so machen ist einfach für Fans gedacht. Irgendwie kommt es für die Kiddies gut rüber. Ich finds z.B. heutzutage nicht mehr so prickelnd, das andauernd Videos neben der Musik laufen müssen. Lass Musik Musik sein, dafür brauche ich keinen anderen Effekt. Der Kommerz halt.


      Ahja, es gibt tatsächlich ein paar Beispiel, wo (meines Erachtens) Bearbeitungen besser sind als das Original.
      S&M Nothins Else Matters von Metallica(aber auch andere Sachen, nur nicht Master of Puppets)
      Nirvana Unplugged - das einzig WAHRE Unplugged Album.

      Abschließend
      Ich unterstütze Chris sehr gerne, denn er hats verdient, und ich hoffe, dass es wirklich bald neues von ihm gibt.

      Im übrigen, ich freue mich dieses Jahr wieder auf die Gamescom zu kommen und hoffe, das ihr auch wieder dabei seid. Die Retrohalle ist eigentlich der beste Grund dahin zu gehen.
      I looked and a pale-colored horse appeared. Its rider's name was Death, and Hades came close behind him.
    • Es ist natuerlich gut moeglich, dass es bei den jeweiligen Arrangements auch noch deutliche Unterschiede gibt. Ich muss auch zugeben, allzu genau habe ich mir solche Dinge auch nie angehoert, weil sie mich wie gesagt auch schon von vorneherein gar nicht so sehr interessieren. Habe aber Dein Posting zum Anlass genommen und mir mal Giana Sisters angehoert und dazu im Vergleich dann Desert Rocks, da finde ich Giana Sisters auch DEUTLICH besser. Trotz allem ist es wie gesagt nicht so sehr mein Ding.

      Was mir dann aber fuer ein Gedanke kam: Vielleicht wuerde es mir besser gefallen, wenn es ein Mischmasch waere. Also wenn z.B. der Lead-Sound trotzdem vom SID kommt, und vor allem wenn auch ein Drum Beat dabei waere. Dieser fehlt naemlich bei orchestralen Versionen i.d.R. voellig, ist aber oftmals gar nicht so unwichtig bei einem treibenden Stueck. Ich musste dann auch wieder an die "KISS Symphony - Alive IV" Platte denken und habe mich da gerade nochmal reingehoert (absoluter Anspieltip: "Black Diamond"). Hier ist es ja vor allem die Band KISS, die ihre Songs spielt, aber das Orchester spielt passend dazu im Hintergrund mit. In der Kombination finde ich das eigentlich ziemlich gelungen, es bietet noch ein wenig mehr Dramatik und Bombast, aber trotz allem sind im Kern immer noch die eigentlichen Rockmusiker zu hoeren, das Orchester steht also nicht im Vordergrund, sondern es ergaenzt lediglich. Vielleicht wuerde mir solch eine Variante von den Computer-Musiken tatsaechlich besser gefallen.

      Es hat bei mir aber bestimmt auch generell mit dem Umstand zu tun, dass heute sehr viel in dieser Richtung gemacht wird. Auf Youtube sind unzaehlige Varianten der Super Mario Melodie zu finden, ob die nun jemand auf dem Klavier spielt, oder auf einer E-Gitarre, oder a capella singt, oder mithilfe von 10 Diskettenlaufwerken oder eines Nadeldruckers spielt - es haengt mir einfach inzwischen zum Halse raus. Selbiges gilt fuers Star Wars Theme, die Tetris-Musik und noch viele andere Stuecke. Es hinterlaesst bei mir immer den Eindruck, als wolle man zeigen, dass man irgendwie besonders "clever" ist, weil man ein bekanntes Stueck, im Falle der Mario-Musik sogar ein Computerspiel-Stueck, was ja eigentlich "keine richtige Musik" ist (in den Augen vieler), hernimmt, und dieses dann in einem voellig anderen Kontext zeigt und damit der Welt deutlich macht: Oha, das ist ja eigentlich ein total geniales Musikstueck, und seht her, auf welch geniale Weise wir das jetzt fuer euch interpretieren. Na kommt schon, klopft uns auf die Schulter!

      Ich weiss, das klingt jetzt echt negativ und eigentlich moechte ich ja auch keinen einzelnen "verurteilen". Aber das erste Video, in dem ich sah, dass einer die komplette Musik von Super Mario auf einem Klavier spielt, ist locker ueber 10 Jahre alt, und inzwischen kann ich solchen Dingen einfach ueberhaupt nix mehr abgewinnen. Ich empfinde eigentlich genau das Gegenteil von dem, was vermutlich erreicht werden soll - ich sehe darin nur noch Einfallslosigkeit, obwohl die Macher sich vermutlich fuer kleine Genies halten. Und im einzelnen betrachtet mag die Leistung ja auch ganz angemessen sein, aber vermutlich ist es auch einfach die Menge dieser Dinge, die es fuer mich so beliebig und austauschbar macht.

      Zum Thema Live-Darbietung; klar wird sowas live sicherlich auch nochmal anders rueberkommen als zuhause im Wohnzimmer. Das sehe ich schon auch so.
    • Ich kann schon deine Abneigung gegen gewissen Kommerz und Youtube verstehen.
      Jeder muss zeigen, dass er dieses und jenes Stück besser oder schlechter spielen kann, dabei klingt das ganze wie Einheitsbrei.

      Wie oft haben sich schon Leute z.B Star Wars gewidmet und ich kenne bis heute keine gute Bearbeitung fürs Klavier die mich wirklich ansprechen würde das mal zu üben, selbst Radnich oder Bence spielen das total langweilig.

      Aber es gibt doch Leute, die tatsächlich gerne Musik(und Noten) mit anderen teilen. Das finde ich zum Beispiel großartig und da macht das ganze einen Sinn.
      Du hörst dir die Fassung an, sie gefällt dir und du fängst an das ganze zu üben - anstatt sich einfach Noten zu kaufen und dann zu merken - Mensch, das klingt ja furchtbar.


      ZeHa schrieb:


      ...weil man ein bekanntes Stueck, im Falle der Mario-Musik sogar ein Computerspiel-Stueck, was ja eigentlich "keine richtige Musik" ist (in den Augen vieler), hernimmt, und dieses dann in einem voellig anderen Kontext zeigt und damit der Welt deutlich macht: Oha, das ist ja eigentlich ein total geniales Musikstueck, und seht her, auf welch geniale Weise wir das jetzt fuer euch interpretieren. Na kommt schon, klopft uns auf die Schulter!
      Jeder mag Anerkennung, das ist nichts verwerfliches und wenns wirklich gut ist, warum auch nicht. Ich jedenfalls habe mich über die positiven Feedbacks gefreut. Ich habe es aber tatsächlich aus dem Grund gemacht, weil mir einfach die Art, wie man mit der Musik umgeht nicht gefallen hat. Plumpe Arrangements auf die Welt zu setzen hat mich ein wenig gestört. Es erinnert dann an den Film Brust oder Keule mit Louis de Funes, wo Menschen bald Essen aus der Fabrik gesetzt bekommen und damit Leben sollen. Ich finde, dass gerade dann ruhig mal ein wenig auf Qualität geachtet werden kann.
      Und die Konzerte entstanden, weil es mein kleines Ziel war die tollen Komponisten, die seltener gehört werden einmal ins Rampenlicht zu stellen.
      Ein kleines Beispiel. Vor 3 Jahren habe ich ein Klassikkonzert gegeben, Bach, Schubert, Chopin, Brahms und am Ende die Sonate über Kingdom Hearts von Yoko Shimomura. Die Stücke kamen sehr gut an, für Schubert habe ich sogar ein Bravo erhalten(was mich persönlich umgehauen hat), aber alle sprachen mich auf Kingdom Hearts an. Klar war es nur ein Arrangement, aber wenns gut gemacht ist setzen sich Menschen dann mit der Musik mehr auseinander.

      Und Youtube zum zweiten.
      Ich möchte nochmals auf ein Arrangement von Master of Puppets von VKgoeswild zurückkommen. Das höre ich mir 2-3 Mal an und muss sagen - Super. Ich höre es mir kein viertes Mal an, bestelle aber die Noten und fange an das ganze zu üben und es macht tierischen Spaß.



      ZeHa schrieb:

      Was mir dann aber fuer ein Gedanke kam: Vielleicht wuerde es mir besser gefallen, wenn es ein Mischmasch waere. Also wenn z.B. der Lead-Sound trotzdem vom SID kommt, und vor allem wenn auch ein Drum Beat dabei waere. Dieser fehlt naemlich bei orchestralen Versionen i.d.R. voellig, ist aber oftmals gar nicht so unwichtig bei einem treibenden Stueck. Ich musste dann auch wieder an die "KISS Symphony - Alive IV" Platte denken und habe mich da gerade nochmal reingehoert (absoluter Anspieltip: "Black Diamond"). Hier ist es ja vor allem die Band KISS, die ihre Songs spielt, aber das Orchester spielt passend dazu im Hintergrund mit. In der Kombination finde ich das eigentlich ziemlich gelungen, es bietet noch ein wenig mehr Dramatik und Bombast, aber trotz allem sind im Kern immer noch die eigentlichen Rockmusiker zu hoeren, das Orchester steht also nicht im Vordergrund, sondern es ergaenzt lediglich. Vielleicht wuerde mir solch eine Variante von den Computer-Musiken tatsaechlich besser gefallen.

      Mischmasch ist eigentlich eine gute Idee - das genau würde ich mir von Chris wünschen.
      Das Stück Shades mit dem Synthesizer und Orchester finde ich richtig klasse. Einfach mal so etwas in Gang setzen, und Elektromusik mit anderen Instrumenten(auch Orchester) zu verschmelzen könnte ich mir richtig gut vorstellen.

      Ich mag z.B auch Thermostatic - wer hätte gedacht das ein C64 mit Gesang so fett klingen kann. :)




      ZeHa schrieb:

      Ich weiss, das klingt jetzt echt negativ und eigentlich moechte ich ja auch keinen einzelnen "verurteilen". Aber das erste Video, in dem ich sah, dass einer die komplette Musik von Super Mario auf einem Klavier spielt, ist locker ueber 10 Jahre alt, und inzwischen kann ich solchen Dingen einfach ueberhaupt nix mehr abgewinnen. Ich empfinde eigentlich genau das Gegenteil von dem, was vermutlich erreicht werden soll - ich sehe darin nur noch Einfallslosigkeit, obwohl die Macher sich vermutlich fuer kleine Genies halten. Und im einzelnen betrachtet mag die Leistung ja auch ganz angemessen sein, aber vermutlich ist es auch einfach die Menge dieser Dinge, die es fuer mich so beliebig und austauschbar macht.
      Ich sehe es genauso. Ich sehe es nicht als große Leistung an, Musik zu arrangieren. Melodien und Harmonien zu entwickeln/komponieren und sie in Einklang zu bringen ist die wahre Kunst. Musik nachzuspielen und sie ein wenig umzuschreiben ist nur ein nett wert. Ich hab mir endlich mal dieses Jahr, nachdem ich 18 Monate mit arrangieren und üben verbracht habe(und natürlich sich um Familie und Privates kümmern)auf die Schulter geklopft, als ich nach über 3 Jahren Pause es endlich fertig gebracht habe wieder ein Stück zu komponieren - auch wenns nur ein kleines war. Es klingts zwar auch nur nett. Aber es ist Balsam für meine Seele, denn ich habe etwas persönliches geschaffen.
      I looked and a pale-colored horse appeared. Its rider's name was Death, and Hades came close behind him.